Litfaßsäule

Die Litfaßsäule ist die älteste Werbeform der Außenwerbung. Bereits 1855 stellte der Druckereibesitzer Ernst Litfaß die erste Litfaßsäule in Berlin auf. Angeregt durch die sich immer mehr verbreitende Wildplakatierung schlug Litfaß den städtischen Behörden vor, im ganzen Stadtgebiet Plakatsäulen aufzustellen. Gegen geringe Gebühr sollte es Bürgern möglich sein, ihre Zettel und Mitteilungen zu veröffentlichen. Mit einer exklusiven und kommunalen Berechtigung ausgestattet, startete Litfaß das erste Werbeträgernetz überhaupt.

Sie ist mehr als 2,50 Meter groß, wird jedes Jahr dicker und zieht doch noch immer die Blicke der Passanten auf sich: Die Litfaßsäule kommt auch 200 Jahre nach dem Geburtstag ihres Erfinders Ernst Litfaß nicht aus der Mode. Auch heute sind Litfaß-säulen 160 Jahre nach ihrer Erfindung noch immer Kult. Ihr analoger Charme macht sie in unserer digitalen Welt zum beliebten und glaubwürdigen Medium. Durch Platzierung der Säulen in Innenstädten, Außenbezirken und Ortschaften sind hohe Reichweiten garantiert. Besonders für Kulturtreibende und lokale Kunden stellt die Litfaßsäule eine zielgerichtete und kostengünstige Kommunikationslösung dar.

KURZINTERVIEW mit Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland 
Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH, beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen rund um die Litfaßsäule. Die Ströer Media Deutschland (SMD) ist die größte operative Gesellschaft im Ströer Konzern. Neben dem deutschen Plakatgeschäft verantwortet die SMD auch das gesamte digitale Geschäft mit regionalen Kunden.

Wo steht die älteste Litfaßsäule in Deutschland?
Alexander Stotz: Die erste Säule wurde vor rund 160 Jahren in Berlin aufgestellt. Heute gibt es dort ein Denkmal in Form einer Säule. Sie ist reich verziert mit Bildern und Schriftstücken und erinnert an das Leben des Erfinders Ernst Litfaß.

Hat sich die Zahl der Litfaßsäulen in den letzten Jahren signifikant verändert?
Alexander Stotz: Nein, es gibt keine signifikanten Veränderungen. Mit dem aktuellen Bestand bieten wir unseren Kunden ansprechende moderne Werbeträger und verzeichnen ein positives Buchungsverhalten.

Wie viele Säulen gibt es in Deutschland?
Alexander Stotz: In Deutschland gibt es rund 50.000 Säulen. Hierzu zählen Allgemeinstellen mit verschiedenen Plakatflächen, die von mehreren Werbungtreibenden zeitgleich buchbar sind und Ganzsäulen, die einzeln belegbar sind.

Wer wirbt auf Litfaßsäulen?
Alexander Stotz: Neben der klassischen Plakatierung von Kunst-und Kulturveranstaltungen dient sie vor allem regionaler Firmen-Werbung.

Welche Gründe sprechen trotz der vielen Werbemöglichkeiten heute noch für Litfaßsäulen?
Alexander Stotz: Als das älteste Werbemedium in Deutschland hat die Litfaßsäule auch nach über 160 Jahren nicht an Bedeutung verloren und ist immer noch eines der beliebtesten Werbemedien. Die Litfaßsäule hat immer noch ihren festen Platz und besitzt ihre ursprüngliche Funktion als zentrale Anlaufstelle für öffentliche Bekanntmachungen wie Theater-, Opern- und Kinoprogramme und dient darüber hinaus vor allem regionaler Werbung.

Was ist der große Vorteil einer Litfaßsäule, die nach wie vor beklebt wird?
Alexander Stotz: In einer zunehmend digitalen Welt ist die Litfaßsäule nach wie vor ein beliebtes und präsentes Medium. Besonders für Kulturtreibende und lokale Kunden stellt die Litfaßsäule eine zielgerichtete und kostengünstige Kommunikationslösung dar. Der Preis für ein Plakat auf einer Litfaßsäule liegt beispielsweise bei 0,76 € Euro pro Fläche.

Hat sich die Litfaßsäule im Laufe der Jahre verändert? Wohin geht der Trend?
Alexander Stotz: Neben den klassisch geklebten Litfaßsäulen haben sich im Laufe der Jahre außerdem hochwertig verglaste und hinterleuchtete Premium-City-Light-Säulen entwickelt. Verwendet werden heutzutage meist hochwertige Materialien, insbesondere Stahl und Glas, die die Plakate vor Wind und Wetter schützen. Perspektivisch geht der Trend zu digitalen Werbeträgern.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, für Kunden Speziallösungen, sogenannte Special Ads, anfertigen zu lassen, bei denen die Säulen aufwendig verkleidet werden, zum Beispiel Rundumklebung, Ergänzung der Säule um zusätzliche Elemente oder Aufsätze.

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