Digitale Außenwerbung

Mit den rund 4.000 Public Video-Screens in Bahnhöfen, Einkaufszentren und U-Bahnstationen erreicht Ströer jeden Monat mehr als 30 Millionen Menschen. Neben dem weiteren Ausbau der Public Video Infrastruktur forciert Ströer zudem den Rollout von digitalen Stadtinformationsanlagen – digitalen Werbeflächen im Großformat an Straßen.

2015 startete Ströer mit dem Aufbau von digitalen Stadtinformationsanlagen auf der Straße und stattete erstmals Wuppertal damit aus. Nach erfolgreicher Testphase folgte der Aufbau weiterer digitaler Screens in Metropolen Deutschlands wie Köln, Hamburg, Düsseldorf. Zuletzt hat Ströer mehrere Anlagen in Kiel, Essen und Mainz aufgebaut und zu einem vermarktungsfähigen Netzwerk erschlossen. Bis zum Jahresende 2017 wird Ströer deutschlandweit bis zu 20 kommunale Stadtinformationsnetzwerke mit rund 200 digitalen Stadtinformationsanlagen aufgebaut haben, die unter dem Produktnamen Roadside Screens vermarktet werden. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll das Angebot dann auf weitere deutsche Städte weiter deutlich ausgebaut werden. 

 

KURZINTERVIEW mit Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland 
Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH, beantwortet im Interview die wichtigsten Fragen zur Digitalisierung von OOH auf der Straße. Die Ströer Media Deutschland (SMD) ist eine der größten operativen Gesellschaften im Ströer Konzern. Neben dem deutschen Plakatgeschäft verantwortet die SMD auch das gesamte digitale Geschäft mit regionalen Kunden.

Vor rund zwei Jahren ist Ströer mit der Digitalisierung von OOH auf der Straße gestartet. Wo steht das Unternehmen heute?
 
Alexander Stotz: Ströer ist der Treiber bei der Digitalisierung von Out-of-Home. 2015 haben wir mit der Digitalisierung der Außenwerbung auf der Straße begonnen und erstmals in Wuppertal digitale Stadtinformationsanlagen, sogenannte Roadside Screens installiert. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits an Indoor-Standorten Bewegtbildflächen (Public Video) realisiert und damit Werbung und Content miteinander kombiniert. Das Ergebnis ist unser einzigartiges digitales Public Video-Netzwerk mit mehr als 4.000 Screens an wichtigen Knotenpunkten wie Bahnhöfen und Shoppingzentren in Deutschland.

Nach der erfolgreichen Testphase in Wuppertal folgte der Aufbau von weiteren digitalen Anlagen in deutschen Metropolen wie Köln, Hamburg, Düsseldorf und Leipzig. Im September 2017 wurde die 150. Anlage in Mainz aufgebaut. Bis zum Jahresende planen wir, insgesamt 200 Screens zu installieren und zu vermarkten.
Neben der laufenden Portfolioerweiterung von Station Video und neuen Städten für Infoscreen ist auch der Ausbau des Mall Video Netzwerks in den vergangenen zwölf Monaten unter anderem mit der Ausstattung von Top- Einkaufszentren wie  „myZeil“ in Frankfurt, drei weiteren Standorten in Hamburg, der „Waterfront“ in Bremen und dem aktuell größten Einkaufszentrum, der „Mall of Berlin“, deutlich voran geschritten.
 
Was ist hier der Schlüssel zum Erfolg: Qualität oder Quantität?
 
Alexander Stotz: Vor einem Jahr haben wir den Rollout von 1.000 zusätzlichen Premium-Screens innerhalb von vier Jahren kommuniziert. Bis Ende 2017 werden wir mehr als 90 Prozent der geplanten Bildschirme aufgebaut haben – wir sind damit schneller als angekündigt. Die schiere Anzahl an Displays ist aber eher zweitrangig: Qualität ist der Schlüssel. Die Umsatzentwicklung mit unserem Public Video-Netz und den Roadside Screens beweist, dass wir uns auf die richtigen Bereiche konzentrieren: Laut Expertenschätzung generieren wir mehr als 90 Prozent der Werbeeinnahmen in diesem Marktsegment.
 
Beim Ausbau der digitalen Stadtinformationsanlagen in deutschen Großstädten steht die Qualität der Standorte und der Inhalte an erster Stelle. Wir bauen die LED-Boards an Verkehrsknotenpunkten mit hoher Frequenz in innerstädtischen Bereichen auf. Dabei kommen nur Standorte mit einer Wartesituation im Ampelbereich in Frage. Unsere Redaktion von t-online.de ist der Contentlieferant für die Inhalte auf den Roadside Screens und dem Public Video Netzwerk. Gleichzeitig bieten wir massive Marketing-Unterstützung für T-Online, pushen den unmittelbaren Traffic und steigern die Visibilität der Marke. Das zeigt, wie wir die Stärken der einzelnen Units innerhalb unseres stark wachsenden Unternehmens erfolgreich vernetzen können.
 
Welche nächsten Ziele stehen an?

 
Alexander Stotz: Ströer als Betreiber einer Werbeträger-Infrastruktur im öffentlichen Raum ist Teil der Smart City und setzt neue Akzente. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Infrastruktur einer Stadt kann dabei helfen, Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden. Als digitale Stadtinformationsanlagen bieten die Roadside Screens neben Werbung und redaktionellen Inhalten auch relevante Service-Infos zu Wetter und Veranstaltungen. Sie können aber auch als Ratsinformationssystem zur Bürgerbeteiligung oder für Verkehrsleitinformationen und grundsätzliche Warnhinweise genutzt werden – zum Beispiel im Falle eines Unwetters oder einer Bombenentschärfung. Ströer trägt damit seinen Teil zu einer urbanen Kommunikationsinfrastruktur bei und unterstützt die Erreichbarkeit der Bevölkerung.

Unser Ziel für die nächsten Monate ist es deshalb, immer mehr Städte in unser digitales Portfolio zu integrieren. In allen Bereichen ist die Produktentwicklung stark involviert und testet die Möglichkeiten bezüglich der Digitalisierung von weiteren analogen Werbeträgerformaten. Zudem können wir uns vorstellen, das von uns in den Städten aufgebaute Digitalnetzwerk für weitere Partner zu öffnen. Bei einer entsprechenden Standortqualität ist es durchaus denkbar, unser Netzwerk durch digitale Anlagen anderer Anbieter zu ergänzen und für diese die Geschäftsbesorgung zu übernehmen. Für diesen Ansatz sind verschiedene Pakete, angefangen bei der Hardware, über den Contentservice bis hin zur Vermarktung der digitalen Screens möglich.

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