G-Wert: der "G-Wert" stammt im wesentlichen aus den 90er Jahren und beschreibt „die Anzahl der erinnerungswirksamen Werbemittelkontakte mit einem durchschnittlichen Motiv während einer Stunde an einem Werktag.“
Am Anfang der Entwicklung des G-Werts stand die Frage einiger Kunden für Außenwerbung, ob man durch ein aussagefähiges Messsystem die Kontaktleistung unterschiedlicher Standorte vergleichbarer machen könne, um einen transparenten Preis-/Leistungsvergleich zu erhalten.
Das von der GfK entwickelte System ermittelt hierfür anhand eines Video-Aufzeichnungsverfahrens die Passagefrequenz am Standort. Diese wird als "Werbeträgerkontaktchance" bezeichnet. Die Frequenzen werden dabei unterschieden in Auto-, Fußgänger- und ÖPNV-Frequenzen. Das System gewichtet dann die Frequenzen durch eine Reihe von Sichtbarkeitsfaktoren.
Einige dieser Faktoren sind:
- Abstand zur Fahrbahn
- Verdecktheit
- Beleuchtung
- Kontaktchancendauer
- Ablenkung durch andere Werbeflächen
- Höhe der Anbringung und
- Komplexität des werblichen Umfeldes
Diese Faktoren werden in einem multiplikativen System mit den aufgezeichneten Frequenzen verrechnet. Damit wird jener Anteil der Passanten errechnet, der einen Blickkontakt mit der Werbetafel gehabt hat. Wenn eine Fläche z.B. zu 25% verdeckt ist, verliert diese 25% der möglichen Kommunikationsleistung.
Seit 2003 wird der G-Wert im Rahmen des Projektes "G-Wert2" umgestellt: zur Ermittlung der Passagefrequenz wurde in Zusammenarbeit des FAW und der Fraunhofergesellschaft sowie der GfK ein „Frequenzatlas für Deutschland“ erarbeitet. Dieser stellt zukünftig die Frequenzbasis für das System dar und löst damit das Videoverfahren ab. Die Aufteilung in Auto, Fußgänger und ÖPNV bleibt erhalten. Ebenso die innere Logik des Systems.





